Samstag, 8. April 2023

 

Die Königin von Belgien, Ostern und Corona

 

Ich werde nicht vom Wetter reden, nur am Rande: wir hatten SONNE und es war SCHÖN!

Ansonsten teilt sich meine Arbeit in die Bereiche Rezeption, Familien-Touren über das Schulgelände und Erneuerung der Informationsblätter auf, während Neele in Communications Berge neuer Aufgaben zu bewältigen hat … aber sie arbeitet daran, dass diese nicht mehr ganz so hoch sind. Bis an einem verregneten Mittwoch die Nachricht von hohem Besuch kam, hätte eigentlich alles so weiter gehen können, aber so waren wir den ganzen Tag in heller Aufregung: Die Königin von Belgien sollte kommen! Wann wusste keiner so genau, nur dass sie kommen würde. Ein wenig mehr Vorwarnung wäre nett gewesen, aber zum Glück hatte sich niemand für Leggings und Sweatshirt entschieden und sogar die Haare waren gewaschen worden, auch wenn Haare waschen eine äußerst intime Angelegenheit ist, von der am Ende nur du, der Duschkopf und deine Haare etwas wissen. Für den Rest der Öffentlichkeit ist dies nicht immer ersichtlich … außer Apfelessig mit Wasser gemischt hat seinen wöchentlichen Auftritt, dann ist die Haar-Welt in Ordnung, wenn auch vielleicht ein wenig schuppig, aber ich schweife ab … Die Königin kam, sah und verschwand in einen Raum, etwas das vielleicht 2 Sekunden dauerte und zurück blieb ihre Security und unsere Aufregung. Aber wir hatten es geschafft sie zu begrüßen.

Tja, und dann wurden wir krank … zunächst begann es mit Husten und Kopfschmerzen bei mir, die Nase war auch etwas dicht und da das Wetter eh nur mäßig war, blieben wir daheim ließen den Vintage Sale Vintage Sale sein. Montag schleppten wir uns zur Arbeit und Telefondienst mit Reibeisenstimme war ein Genuss. Dienstag dann die Quittung und lieber daheim geblieben, Neele ebenfalls, da sie nun auch langsam schwächelte. Schlaf und Ruhe und Sonne brachten mich wieder auf die Beine und so ging ich nun Mittwoch und Donnerstag zur Arbeit, während es Neele immer schlechter ging, Freitag früh dann Gewissheit. Corona bei ihr und somit auch Isolation für mich und Ostern in der Wohnung, anstatt nach Brügge zu fahren. Shit happens, oder so, dafür wird nun Bettwäsche gewaschen, gekocht, Tee getrunken und Netflix geguckt und … geschlafen. Irgendwann lernen wir Belgien schon noch kennen, ich spüre das.

 

Frohe Ostern von Anna & Neele + Jacky

Sonntag, 26. März 2023

 

Die Sache mit dem Wetter …

 

Fast zwei Wochen Funkstille, aber keine Sorge, wir leben noch. Die Abwesenheit war eher unserer Beschäftigung geschuldet und der Tatsache, dass wir nun die Wochenende wirklich mehr und mehr rausgehen, aber der Reihe nach.

 

Die Arbeitszeit, welche zunächst noch himmlisch klang ( 8:30 bis 16:30) ist ein zweischneidiges Schwert, zumindest, wenn man aus einer Praxisstelle mit flexibler Arbeitszeit kommt. Der Beginn ist nicht spät genug um wirklich auszuschlafen, aber auch nicht früh genug, um nach der Arbeit noch groß was zu unternehmen. Und so beschränkt sich das Freizeitprogramm in der Woche meist auf einkaufen, mit dem Hund gehen und den Haushalt geregelt bekommen, beziehungsweise mit Apfelessig und Wasser experimentieren, da auch der filternde Duschkopf nur marginal mit dem steinharten Brüssel-Wasser aus der Leitung klar kommt. Irgendwann hat man keine Lust mehr um den Kopf herum wie ein Teilnehmer einer Survival-Show auszusehen …

 

Arbeit an sich bietet aber immer noch viel Abwechslung und Neues, da wird uns garantiert nicht so schnell langweilig. Neele darf sich mit Canva, Lightroom und Photoshop austoben und teilweise den Instagram-Account der ISB mit Inhalten füttern, sowie den wöchentlichen Newsletter betreuen und ich werde demnächst nicht nur Touren begleiten, sondern auch eigenständig führen und soll für die Überarbeitung der Informationsblätter über die Schule zuständig sein. Zudem betreuen wir beide nun regelmäßig mehrmals in der Woche die Rezeption, was ganz eigene Herausforderungen mit sich bringt. Blut und Wasser wurden geschwitzt, als es hieß eine Benachrichtigung über chickenpox (Windpocken) an die richtigen Leute rauszuschicken … aber wir haben es geschafft und nicht an 4000 Kontakte die Mail versandt, sondern nur an den betroffenen Personenkreis.

 

Einige wichtige Touri-Punkte wurden auch schon abgeklappert: Grote Markt und Manneken Pis, sowie die erste belgische Waffel verdrückt. Die Jagd nach einem Duschkopf führte uns zu Mediamarkt und einem heimischen Baumarkt, doch Erfolg hatten wir erst bei CORA (gepriesen sei Cora). Wir erinnern uns … Cora = alle Märkte in einem und noch mehr. Gestern fand dann das traditionelle International Festival an der ISB statt, wo sich Stolz alle an der Schule vertretenen Nationen mit einem Stand präsentieren, wo dann landestypische Getränke und Gerichte serviert werden und auch kleine Souvenirs. Es war eine wunderbar laute, volle und bunte Erfahrung und wir wünschten uns, mehr Essen und Trinken zu können, aber irgendwann war halt Schluss und so traten wir gesättigt und zufrieden den Heimweg an, nur um wieder an unsere Fehde mit dem Wetter erinnert zu werden. Es regnet gefühlt ständig hier und wenn es regnet, ist auch Wind da, damit ja kein Schirm hilft und selbst Sonnenschein ist keine Garantie, dass es nicht regnet, denn das tut es trotzdem … es regnet gefühlt immer, wenn wir das Haus verlassen, die Schule oder uns vornehmen irgendwohin zu gehen und so schreibe ich diese Zeilen tatsächlich auch bei leichtem Landregen, der seit ca. 8:00 anhält und laut Wetterbericht es auch den ganzen Tag noch tun wird (wir haben nun 13:30 und ich habe keinen Zweifel an dieser Aussage). 

Aber hören wir auf zu meckern, denn Hoffnung naht: der Mai soll schön werden.

 

Nasse Grüße aus Brüssel,

Anna & Neele + Jacky


 

 


  Kurz vor Torschluss   So am Ende des Praktikums geht es dann doch ganz schnell und ab heute sind es noch nicht mal mehr 2 Wochen, bi...